Bauchdeckenstraffung - Bauchstraffung - Bauchkorrektur

Bauchstraffung
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Übergewicht wird nicht nur von vielen Menschen als unattraktiv empfunden. Es ist auch mit gesundheitlichen Risiken verbunden. Die Gefahr, von Herz- und Kreislauferkrankungen oder Gelenkschäden betroffen zu sein, steigt rapide an. Es gibt also viele gute Gründe, um mit einer Diät und einer sportlichen Betätigung etwas gegen das Übergewicht zu unternehmen. Doch eine Gewichtsabnahme kann auch seine Schattenseiten haben. Besonders wenn im Falle eines massiven Gewichtsverlustes ein unschöner Hängebauch entsteht. Die überschüssige Haut ist für viele Betroffene eine grosse Belastung. Manche trauen sich nicht mehr in ein Schwimmbad oder an den Strand, weil sie sich für ihre hängende Haut schämen. Glücklicherweise lässt sich dieses Problem mit einer Bauchdeckenstraffung, auch als Bauchdeckenplastik oder Abdominoplastik bekannt, beheben. Durch die Straffung der Bauchdecke erhält der Patient einen flachen Bauch. Der Traum von einer schlanken und knackigen Figur wird somit zur Realität.
Die Kosten für eine Bauchdeckenstraffung liegen meist zwischen 5'000 und 10'000 Franken. Ob die Kosten von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen werden, hängt davon ab, ob eine medizinische Notwendigkeit vorliegt. Sollte zum Beispiel aufgrund des Hängebauchs die Beweglichkeit eingeschränkt sein, wäre das zum Beispiel zutreffend. Selbiges trifft zu, wenn chronische Entzündungen in den Falten entstehen oder der Hängebauch zu einer Belastung für den Rücken wird. Sollte die Operation hingegen nur ästhetische Gründe haben, ist mit einer Kostenübernahme nicht zu rechnen. Grundsätzlich gilt aber: Weil das System mit den Kostenübernahmen sehr komplex und für den einfachen Patienten kaum zu verstehen ist, sollte man sich von dem Chirurgen beraten lassen und die Kostenfrage mit der Krankenversicherung abklären.
Eine Bauchdeckenstraffung ist mit einem zwei- bis dreitägigem Spitalaufenthalt verbunden. Die Operation dauert zwischen zwei und drei Stunden und wird meist in Vollnarkose durchgeführt. Der Chirurg hat bereits vor der Operation die überschüssige Haut und Fettareale vermessen und eingezeichnet. Es ist das Ziel einer jeden Bauchdeckenstraffung, die Hautschnitte so zu setzen, dass die Narben kaum sichtbar sind. Meist kommt es zu einem wellenförmigen Schnitt, der oberhalb der Schamhaargrenze beginnt und entlang der Beckenknochen zu deren Ende verläuft. Der zweite Schnitt erfolgt um den Bauchnabel herum, sodass sich dieser lösen lässt. Daraufhin kann der geöffnete Bauchlappen bis zum Rippenbogen angehoben werden. Letztendlich wird der gelöste Hautlappen wieder nach unten geklappt sowie gestraft und eine Kompressionsbandage wird angelegt.
Der Patient muss nach der Operation im Regelfall keine grösseren Schmerzen befürchten. Der Bauch fühlt sich lediglich (aus gutem Grund) etwas zusammengeschnürt an. Aber selbst dieses unschöne Gefühl lässt sich mit Medikamenten gut lindern. Wichtig ist, dass der Patient 24 Stunden nach der Behandlung strikte Bettruhe hält. Zwei bis drei Tage nach der Operation wird die Kompressionsbandage abgelegt. Nach zwei bis vier Wochen fühlt man sich meist wieder völlig fit. Und sollte das Gewicht einigermassen beibehalten werden, sind auch die Langzeitergebnisse der Bauchdeckenstraffung gut. Ein zweiter Eingriff ist im Regelfall nicht notwendig.
Wie bei jedem chirurgischen Eingriff gilt auch bei einer Bauchdeckenstraffung, dass sich Komplikationen nicht zu 100 Prozent ausschliessen lassen. Neben den allgemein bekannten Risiken einer jeden Operation, wie zum Beispiel Thrombosen und einer nachfolgenden Lungenembolie, zählen unschöne Narben, Asymmetrien oder Durchblutungsstörungen im Bauchbereich zu den möglichen Komplikationen.
Referenzen zum Thema:
www.medical-partners.de/Bauchstraffung.html