Besenreiser-Entfernung

Schöne Beine ohne Besenreiser
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Schlanke und lange Beine gelten längst als Schönheitsideal. Frauen tragen gerne kurze Kleider, um ihre hübschen Beine zu zeigen. Umso bedauerlicher ist es, wenn sogenannte Besenreiser das Gesamtbild der Beine ruinieren. Besenreiser sind Krampfadern, die dicht unter der Haut und meist flächenförmig verlaufen. Die rötlichen oder bläulichen Adern, manchmal handelt es sich auch um rote Flecken, sind durch die Haut klar sichtbar. Ein häufiger Irrglaube ist, dass Besenreiser lediglich bei älteren Menschen auftreten. Richtig ist zwar, dass mit dem steigenden Alter das Besenreiser-Risiko wächst. Experten gehen allerdings davon aus, dass auch rund 60 Prozent der 20- bis 29-Jährigen davon betroffen sind. Und diese leiden teilweise sehr darunter. Frauen trauen sich oftmals nicht mehr, öffentlich ihre Beine zu zeigen. Kurze Röcke oder gar Badeanzüge und Bikinis sind plötzlich tabu.
Dabei muss sich niemand für diese speziellen Krampfadern schämen. Manche trifft es früher, andere trifft es später - aber irgendwann wird jeder Mensch von Besenreisern betroffen sein. Es handelt sich um eine Schwäche der Venenwände, die fortschreitend ist und immer grössere Gefässe betrifft. Die Ursache für Besenreiser ist noch nicht zweifelsfrei erforscht. Experten gehen allerdings davon aus, dass Besenreiser mit einer angeborenen Bindegewebeschwäche zusammenhängen. Darüber hinaus könnten Bewegungsmangel und Übergewicht die Entstehung dieser Krampfadern ebenfalls begünstigen. Leider stellen Besenreiser nicht nur ein optisches Defizit dar, sie können teilweise auch einen negativen Einfluss auf das Wohlbefinden haben. Brennende Schmerzen oder Missempfindungen der Haut treten teilweise auf und lassen den Wunsch entstehen, die Besenreiser entfernen zu lassen. Glücklicherweise macht die moderne Medizin genau das möglich.
In rund 80 Prozent aller Fälle führt eine Besenreiserentfernung zu einem deutlich verbesserten Hautbild. Die Kosten belaufen sich auf rund CHF 150.00 bis CHF 500.00 und sind leider meistens aus eigener Tasche zu bezahlen. Nur wenn die Besenreiser in stark sichtbaren Bereichen auftreten, wie zum Beispiel im Gesicht, übernimmt die Krankenversicherung die Kosten.
Die Besenreiserentfernung ist ein unkomplizierter Eingriff. Ein mehrtägiger Klinikaufenthalt ist nicht erforderlich. Stattdessen erfolgt die Operation ambulant und unter einer Lokalanästhesie. Es beginnt mit der Lokalisierung der nicht sichtbaren insuffizienten Verbindungsvenen. Eine Doppelsonografie und das Auflegen von Thermografiefolien sind dafür die üblichen Verfahren. Die Verbindungsvenen werden daraufhin markiert und durch eine minimal kleine Hautinzision im Unterhautfettgewebe durchtrennt. Die oberflächlich sichtbaren Gefässerweiterungen werden danach abgestuft und nach Kalibergrössen weggespritzt. Abschliessend gilt es, mit Druckverbänden und einer Kompression die Blutergüsse gering zu halten und für eine schnelle Vernarbung zu sorgen. Minimal kleine Besenreiser, die nicht indizierbar waren, werden meist später mit Hilfe eines Radiowellen-Gerätes in der Unterhautschicht verschlossen. Es ist zwar nicht möglich, alle Gefässerweiterungen zu beseitigen. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Besenreiser nach dem Eingriff kaum noch sichtbar sein werden. Positiv ist auch, dass durch den Eingriff keine sichtbaren Narben zurückblieben. Durch die Verödung der Besenreiser können lediglich braune oder blaue Flecken entstehen. Mit der Zeit bauen sich diese allerdings wieder ab.