Bruststraffung - Straffung der Brüste

Bruststraffung
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Für Männer sind sie oftmals das Objekt der sexuellen Begierde, für Frauen das Symbol ihrer Weiblichkeit. Gemeint sind die weiblichen Brüste. Jede Frau möchte gerne mit einem wohlgeformten Busen glänzen. Doch je älter man wird, desto mehr macht sich die Schwerkraft bemerkbar. Die Fettpolster in der Brust werden weniger. Die Reduktion des Gewebes der Brustdrüse wirkt sich ebenfalls negativ auf die Brustform aus. Hängende Brüste werden in medizinischen Fachkreisen als Mastoptose bezeichnet. Liegt bei jungen Frauen der Warzenhof noch auf Höhe der Brustumschlagsfalte oder höher, sieht es im höheren Alter ganz anders aus. Bei einer starken Mastoptose liegt der Warzenhof 3 cm oder mehr unterhalb der Brustumschlagsfalte.
Viele Betroffene leiden unter ihren hängenden Brüsten. Manche Frauen möchten nicht einmal mehr von ihrem Partner mit freiem Oberkörper gesehen werden. Diese Komplexe und die negative Auswirkung auf die Sexualität können die Beziehung belasten. Umso wichtiger ist es vielen Frauen, etwas gegen diesen Makel zu unternehmen. Mit einer sportlichen Betätigung ist das leider nur begrenzt möglich. Krafttraining für die Brüste kann den Alterungsprozess zwar ein wenig verlangsamen. Aufhalten lässt er sich allerdings nicht. Noch viel weniger ist es möglich, bereits hängende Brüste auf natürlichem Wege wieder zu straffen. Stattdessen wäre eine Bruststraffung, ein operativer Eingriff eines Chirurgen, erforderlich.
Eine Bruststraffung kann ein bis drei Stunden dauern. Der Eingriff erfolgt teilweise ambulant, kann aber auch mit einem mehrtägigen Klinikaufenthalt verbunden sein. Das Ziel ist eine feste und ästhetische Brustform, sodass die Frau sich wieder attraktiv und erotisch fühlt. Theoretisch kann dieser Eingriff auch im jungen Alter vorgenommen werden. Ärzte raten allerdings meist davon ab. Der Grund ist, dass eine Schwangerschaft und die Stillzeit oft eine Auswirkung auf die Brustform haben. Die Bruststraffung, die meist über CHF 4'000.00 kostet, lohnt sich also erst, wenn keine weiteren Kinder mehr geplant sind. Der Erfolg einer Bruststraffung hängt allerdings auch von der Grösse ab. Bei kleineren und mittelgrossen Brüsten hält die Straffung über mehrere Jahre an. Bei sehr grossen Brüsten ist das Ergebnis oftmals weniger dauerhaft. Eine Brustverkleinerung wäre dann erfolgversprechender.
Der Patient wird bei der Bruststraffung in Narkose versetzt. Der Operateur markiert daraufhin die Schnitte und desinfiziert die Haut. Der erste Schnitt verläuft meist um den Brustwarzenhof herum. Ein zweiter Schnitt kann am unteren Rande des Vorhofes bis zur Brustumschlagsfalte verlaufen, ein dritter Schnitt horizontal entlang der Brustumschlagsfalte. Daraufhin wird die überschüssige Haut entfernt, sodass die Haut straff wird. Um eine vorteilhafte Brustkontur und Festigkeit zu erreichen, wird im nächsten Schritt das herunterhängende Brustgewebe angehoben und neu geformt. Abschliessend werden die Brustwarze und der Warzenhof gemeinsam mit den Nerven und Blutgefässen neu positioniert. Um die Brust zusätzlich zu verschönern, können die grösser gewordenen Warzenhöfe verkleinert und/oder Brustimplantate für eine Verbesserung der Form eingesetzt werden.
Die Bruststraffung ist ein verhältnismässig ungefährlicher Eingriff. Komplikationen, wie zum Beispiel ein Absterben der Brustwarzen, sind sehr selten. Mit den üblichen Nebenwirkungen einer Operation, wie zum Beispiel Blutungen oder möglicherweise Entzündungen, ist allerdings zu rechnen. Die Hautempfindung dürfte ebenfalls beeinträchtigt sein. Dieses Problem gibt sich allerdings meist innerhalb von drei Monaten. Wie stark die dauerhaft bleibenden Narben sichtbar sind, ist von Eingriff zu Eingriff verschieden. Ansonsten ist der Heilungsverlauf unkompliziert. Nach sieben Tage können die Patienten oftmals schon wieder arbeiten gehen. Sportliche Betätigungen sind nach sechs Wochen möglich.