Brustvergrösserung, Vergroesserung der Brüste

Brustvergrösserung
© Photographer: Iurii Sokolov
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Die Brüste einer Frau sind das Symbol der Weiblichkeit. Die aus Fett und Bindegewebe bestehende Brust erfüllt zuallererst eine biologische Funktion. Sie sondert Milchsekret ab, um Säuglinge mit Muttermilch zu stillen. Doch die Brust ist weit mehr als nur ein Stillinstrument. Für Männer ist es meist das Objekt der sexuellen Begierde. Selbst Frauen definieren ihre Erotik oftmals über die Grösse und Form ihres Busens. Doch leider hat nicht jede Frau das Glück, mit schönen Brüsten gesegnet zu sein. Sind die Brüste dem eigenen Empfinden nach zu klein, entstehen oftmals Komplexe. Leider ist es nicht möglich, diesen empfundenen Makel auf natürlichem Wege zu kompensieren. Mit einer gesunden Ernährung und einer sportlichen Betätigung lassen sich die Brüste zwar straff halten, grösser werden sie allerdings nicht. Eine operative Brustvergrösserung ist die einzige Möglichkeit, um in den Genuss einer grösseren Brust zu kommen.
Eine operative Brustvergrösserung ist längst gesellschaftsfähig. Viele Hollywoodstars, allen voran die einstige Baywatch-Darstellerin Pamela Anderson, haben diese Schönheitsoperation populär gemacht. In Deutschland unterziehen sich Jahr für Jahr rund 25'000 Frauen eine Brustoperation. Unter den Patientinnen sind vielfach junge Frauen. Laut Wikipedia waren im Jahre 2005 die Hälfte unter 25 Jahre alt, 2 Prozent waren sogar noch minderjährig.
Eine Brustvergrösserung wird meist unter Vollnarkose durchgeführt. Der Operateur setzt einen Hautschnitt, um das Brustgewebe anzuheben und eine Implantattasche zu bilden, wo das Brustimplantat eingesetzt wird. Im Falle einer submuskulären Implantation wird das Implantat teilweise oder vollständig unter den Brustmuskel geschoben. Bei einer subglandulären Implantation wird das Implantat unter der Brustdrüse und oberhalb des Brustmuskels platziert. Der Schnitt, der zum Beispiel in der Unterbrustfalte am Warzenhof gesetzt wird, ist nach der Operation meist kaum sichtbar. Es besteht sogar die Möglichkeit, den Schnitt in der Achselfalte zu setzen und eine sogenannte endoskopische Brustvergrösserung über die Achselhöhle durchzuführen. Diese Form der Brustvergrösserung, die in den 1980er Jahren in Südamerika bekannt wurde, gilt bei vielen Experten als die derzeit sicherste Form der Brustvergrösserung per Implantat. Implantate bis zu einer Grösse von 480 Milliliter können bei diesem Verfahren eingesetzt werden. Grössere Implantate sind im Regelfall ohnehin nicht erforderlich.
Die Alternative zu den Brustimplantaten ist eine Brustvergrösserung per Eigenfett. Diese Methode, die in medizinischen Fachkreisen als Cell-Assisted Lipotransfer (CAL) bezeichnet wird, stammt aus Japan, ist mittlerweile aber auch in Europa verbreitet. Das Eigenfett wird aus abgesaugtem Fettgewebe gewonnen. Durch eine besondere Aufarbeitung werden die darin enthaltenen Stammzellen angereichert, bevor die Implantation in die Brust erfolgt.
Nach einer Brustvergrösserung ist es wichtig, dass die Patientin sich genau an die Anweisungen der Ärzte hält, was die Wundversorgung, den Umgang mit körperlicher Belastung und das Tragen von Büstenhaltern betrifft. In diesen Bereich ist es sehr wesentlich, dass in den Wochen nach der Operation ein genauer Verhaltensplan, den der durchführende Arzt der Patientin erklärt, eingehalten wird. So kann der Heilungsverlauf und somit der Erfolg einer Brustvergrösserung positiv beeinflusst und erfolgreich zur Zufriedenheit der Frau gestaltet werden. Trotzdem lassen sich Komplikationen niemals ganz ausschliessen. Bei einer Brustvergrösserung per Implantat zählt das Auftreten einer Kapselfibrose zu den grössten Risiken. Manchmal entsteht diese Fremdkörperreaktion wenige Monate nach der Operation, manchmal erst nach mehr als zehn Jahren. Eine Folge-Operation wäre dann notwendig.
Schönheits-Operationen, wie eine Vergrösserung der Brüste, werden in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen, somit muss die Patientin alle Kosten selbst tragen. Die Preise belaufen sich im Regelfall auf mindestens 3'500 Franken und somit sind Schönheitsklinken gefragt, die den Eingriff preiswert durchführen. Aus dieser Tatsache heraus, haben sich vor allem die östlichen Nachbarländer dieser Situation angenommen und bieten Brustvergrösserungen und andere Schönheitsoperationen zu einem Bruchteil der Kosten im Vergleich zu inländischen Anbietern an. In diesen Fällen bleibt die Frau ein paar Tage in einer Klink und wird dann zur Nachversorgung zum heimischen Hausarzt überweisen. Vorausgesetzt ist, dass während des Klinikaufenthaltes keine Komplikationen auftreten.