Behandlung Cellulite, Orangenhaut, Cellulitis

Cellulite
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Rund 80 Prozent aller Frauen sind von Cellulites betroffen. Man findet übrigens verschiedene Schreibweisen und Ausdrücke für das Gemeinte: Cellulitis, Orangenhaut, Cellulite, Cellulites und Zellulitis, gemeint ist aber immer dasselbe. Sogar Schönheiten aus Hollywood wie Jennifer Lopez oder Britney Spears, viele Schnappschüsse von Paparazzos haben das bewiesen, leiden unter dieser unschönen Dellenbildung der Haut. Meist tritt diese an den Oberschenkeln, den Hüften, dem Gesäss oder den Oberarmen auf. Doch wie entsteht diese sogenannte Orangenhaut eigentlich? Die Ursache dieses Problems liegt in den Formveränderungen, die im Unterhautfettgewebe vonstattengehen. Das Bindegewebe ist nicht mehr dazu in der Lage, die Fettzellen in der Unterhaut zu halten. Sobald das Unterhautfettgewebe an Struktur verliert, bilden die Kollagenstränge unschöne Dellen. Wie stark diese Dellen ausfallen, kann je nach genetischer Veranlagung, dem Östrogenspiegel und der Lebensweise sehr unterschiedlich sein.
Für viele Frauen entwickelt sich die Orangenhaut zu einem ernsthaften Problem. Manche leiden sogar unter Komplexen und trauen sich zum Beispiel nicht mehr an den Strand zu gehen, weil sie nicht möchten, dass jemand die betroffenen Hautpartien sieht. Umso grösser ist der Bedarf an Behandlungsmöglichkeiten, mit denen sich die Dellen beheben lassen. Wer im Internet recherchiert, findet mehr als ein Dutzend unterschiedlicher Methoden. Leider gibt es keinen goldenen Weg, um die Cellulite (auch Zellulitis genannt) zu bekämpfen. Sicher ist nur, dass eine regelmässige sportliche Betätigung den Stoffwechsel anregt und das Bindegewebe strafft. So lässt sich der aufkommenden Cellulite entgegenwirken. Ausserdem wäre eine gesunde ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse sowie viel Wassertrinken hilfreich. Allerdings ist selbst bei einem noch so vorbildlichen Lebensstil nicht garantiert, dass keine Orangenhaut auftritt. Je älter man wird, desto schwieriger ist es auch, die Dellen in der Haut zu unterbinden.
Cellulitis
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Sollte ein gesunder Lebensstil nicht mehr ausreichen, um die Haut jung und schön zu halten, greifen viele Frauen zu anderen Hilfsmitteln. Verschiedene Cremes, Salben und Gelees versprechen zum Beispiel Besserung. Allerdings ist die Wirkung der meisten dieser Produkte umstritten. Lediglich die (sehr teuren) Cellulites - Cremes mit Vitamin A, Koffein, Salicyl- und Glycolsäure finden in Fachkreisen Befürworter. Exotische Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Yamswurzel, Guarana-Samen, Tigergras- oder Zitrusfruchtextrakt, so wird jedenfalls auf dem Online-Portal abnehmen.net behauptet, können ebenfalls eine positive Wirkung haben.
Kosmetiker bieten weitere Behandlungsmethoden bei Cellulites. Reizstrombehandlungen und Massagen sind zum Beispiel sehr populär. Auch hier gilt aber, dass die positive Wirkung dieser Massnahmen umstritten ist. Das Aussehen der Hautoberfläche lässt sich in manchen Fällen zwar tatsächlich verschönern. Meist hält diese Wirkung allerdings nicht lange an.
Als etwas erfolgversprechender gilt die Cellulitesreduktion per Ultraschall. Bei diesem non-invasiven Verfahren lassen sich die Wölbungen in der Haut gezielt angreifen und abbauen. Die Folge ist, dass die Dellen zurückgehen und die Blutversorgung, die durch das festgesetzte Fett behindert wurde, sich verbessert. Bei dieser Behandlungsvariante wird zwischen zwei verschiedenen Verfahren unterschieden: Thermische Ultraschallsysteme bekämpfen die Fettzellen durch Hitze, bei der Kavitation werden die Fettzellen hingegen gesprengt. Leider gibt es noch keine Studie darüber, welche dieser beiden Methoden wirksamer ist. Als sicher gilt aber, dass beide Ultraschallsysteme deutlich wirksamer sind als eine Fettabsaugung. Für die Orangenhaut ist nämlich nicht das Fett an sich verantwortlich, sondern die bereits erwähnten Kollagenstränge. Und gegen die könnte eine Fettabsaugung nichts ausrichten.