Faltenbehandlung - Behandlung von Falten, Faltenkorrektur, Botox

Faltenbehandlung
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Manche Menschen bekommen sie früher, andere Menschen bekommen sie später. Aber irgendwann ist es bei jedem so weit: Die ersten Falten entstehen. Je älter man wird, desto mehr verliert die Haut an Elastizität. Das Abnehmen des Fett- und Bindegewebes unter der Haut sind die Hauptgründe dafür. Die Haut wird dünner und schlaffer, sodass im ganzen Gesicht Falten entstehen. Häufige Sonnenbestrahlung und die Mimik, wie zum Beispiel das Runzeln der Stirn, beschleunigen die Faltenentstehung. Viele Menschen leiden darunter, fühlen sich aufgrund der Falten alt und unattraktiv. Gerade Frauen denken dann oftmals über eine Faltenbehandlung nach. Laut einer repräsentativen Umfrage der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) können sich 30 Prozent aller Frauen solch einen Eingriff vorstellen. Doch welche Faltenbehandlung führt überhaupt zu dem erhofften jugendlichen Aussehen?
Die Frage nach der richtigen Faltenbehandlung lässt sich nicht pauschal beantworten. Schönheitschirurgen entscheiden je nach Art der Falten, welche Behandlung sinnvoll ist. Sollte es sich um Mimik-Falten handeln, die zum Beispiel durch häufiges Stirnrunzeln oder Lachen entstanden sind, wäre eine Botox-Behandlung zu empfehlen. Geringe Mengen des Bakterieneiweisses Botulinum Toxin A werden in die Muskeln gespritzt. Die Folge ist, dass die Impulsübertragung vom Nerv auf die Muskulatur blockiert und dadurch der Muskel entspannt wird. Ästhetische Chirurgen berichten, dass bei mehrmaligen Anwendungen die Falten auf Dauer abgeflachter bleiben, weil der ständige Muskelzug nicht mehr vorhanden ist. Die Behandlung, die je nach Kundenwünschen ab rund 300 Franken angeboten wird, dauert zwischen 10 und 30 Minuten. Ein Klinikaufenthalt ist nicht notwendig. Botox-Behandlungen werden ambulant in der Praxis durchgeführt. Eine Betäubung ist nicht notwendig. Ein Beruhigungsmittel oder eine Haut betäubende Creme wird bei Bedarf aber angeboten. Nach der Behandlung ist ein wenig Geduld erforderlich: Die Hautverschönerung tritt nach drei bis fünf Tagen ein und hält zwischen vier und sechs Monaten an. Danach kann jeder für sich selbst entscheiden, ob er weitere Botox-Behandlungen wünscht.
Eine andere Behandlung ist bei sogenannten Knitterfältchen -die häufig im Gesicht, am Hals oder am Handrücken entstehen- erforderlich. Empfohlen wird oftmals ein sogenanntes Mesolift. Es handelt sich dabei um ein sanftes Naturheilverfahren, bei dem Anti-Aging-Substanzen, Vitamine, Hyaluronsäure, Radikalfänger und Kollagen anregende Stoffe in die mittlere Hautschicht injiziert werden. Das Ergebnis ist eine Revitalisierung, sodass die Haut die jugendliche Elastizität und Spannkraft zurückerhält. Die Behandlung ist relativ unkompliziert und verlangt lediglich nach einer lokalen Betäubung. Ein Anschwellen des Gesichtes in den 24 Stunden nach der Behandlung ist meist die einzige Nebenwirkung. Um für ein frisches und jugendliches Hautbild garantieren zu können, empfehlen die meisten Chirurgen vier bis fünf Behandlungen mit einem Abstand von jeweils einer Woche. Je Behandlung sind mit Kosten von rund 400 Franken zu rechnen.
Sollte die Faltenbildung auf das natürliche altersbedingte Absacken der Wangen zurückzuführen sein, könnte das Problem mit Füllmaterial behoben werden. Sogenannte Filler werden in die Hautschichten gespritzt. Sollte es sich um sehr ausgeprägte Falten handeln, werden besonders dickflüssige Filler in die tiefen Hautschichten injiziert. Sind die Falten nur gering ausgeprägt, werden dünnflüssigere Präparate in die oberen Hautschichten gespritzt. Auch diese Behandlung gilt als relativ ungefährlich. Für das Einsetzen der Filler wird lediglich die Haut betäubt. Nach der Behandlung sollte die Haut, die für eine Dauer von maximal 48 Stunden anschwillt, gekühlt werden. Die Kosten sind sehr unterschiedlich und bemessen sich meist nach der Menge der verwendeten Filler.
Die bekannteste, gleichzeitig auch die aufwändigste, Form der Gesichtsstraffung ist und bleibt das Facelifting. Je nach Wunsch des Patienten kann das Facelifting sehr unterschiedlich aussehen. Soll zum Beispiel die Stirn geglättet werden, würden die Augenbrauen angehoben und die Zornesfalten geglättet werden. Im Falle eines Wangenliftings geht es hingegen nicht nur um eine Entfernung der Falten. Das Fettgewebe, das vom Jochbein nach unten gerutscht ist, muss ebenfalls wieder an die richtige Position gebracht werden. Handelt es sich um eine Straffung des Halses, wird zudem auch überschüssiges Fett entfernt. Viele Patienten lassen bei einem Eingriff mehrere Gesichtspartien gleichzeitig behandeln. Die Kosten können je nach Behandlung und Chirurg unterschiedlich hoch ausfallen. Im Regelfall sind mit 5'000 bis 10'000 Franken zu rechnen. Die Behandlung wird unter Vollnarkose durchgeführt und fordert eine gründliche Nachbehandlung. Der Gesichtsverband wird nach zwei Tagen entfernt, die Fäden erst nach zehn Tagen. Die Schwellungen im Gesicht können bis zu drei Wochen anhalten. Erst dann wird man sich an dem neuen, jugendlichen Hautbild erfreuen können. Allerdings darf man sich keinen Illusionen hingeben: Nach acht bis zehn Jahren wird jeder von den Alterserscheinungen eingeholt, sodass neue Falten entstehen. Wer sich damit nicht abfinden möchte, kann ein erneutes Facelifting vornehmen lassen. Allerdings ist bei jedem chirurgischen Eingriff zu bedenken, dass sich Komplikationen nie zu 100 Prozent ausschliessen lassen.