Krampfadern-Behandlung - Krampfadern und Varizen

Krampfadern-Behandlung
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Krampfadern (in medizinischen Kreisen als Varizen bekannt) sind weit verbreitet. Die genaue Anzahl der Betroffenen ist zwar nicht bekannt. Experten gehen allerdings davon aus, dass zwischen 50 und 80 Prozent der Weltbevölkerung davon betroffen ist. Frauen sollen laut Studien dreimal häufiger Krampfadern aufweisen als Männer. Unabhängig davon gilt: Je älter man wird, desto grösser wird die Gefahr, erste Krampfadern zu bekommen. Meist sind diese an den Beinen zu finden. Aber auch im Genitalbereich können sie gelegentlich auftreten. Diese hervortretenden, geschlängelten und bläulichen Venen unter der Haut sind oftmals klar sichtbar. Gerade Frauen leiden vielfach darunter. Schöne, schlanke und lange Beine sind längst ein Schönheitssymbol. Doch sind die Beine mit blauen Venen übersät, möchte kaum eine Frau ihre Beine zeigen. Viele Betroffene meiden es sogar, an den Strand zu gehen oder ein kurzes Kleid zu tragen. Darüber hinaus könnten auch gesundheitliche Probleme entstehen. Im Falle eines primären Krampfaderleidens liegt eine Schwäche der Venenwände vor, wodurch der Rücktransport des Bluts von den Füssen zum Herzen erschwert wird. Andere Menschen sind von einer sogenannten sekundären Varikose betroffen, wobei der Blutabfluss zum Beispiel durch eine Thrombose gestört wird.
Glücklicherweise gibt es mittlerweile verschiedene Möglichkeiten, um die Krampfadern zu behandeln. Operationen oder die Einnahme von Medikamenten sind dabei nicht zwingend erforderlich. Bereits durch eine regelmässige sportliche Betätigung stellt sich eine positive Wirkung ein. Eine Sportart, die die Wadenmuskulatur fordert, ist besonders zu empfehlen. Nach dem Sport darf man im wahrsten Sinne des Wortes die Beine hochlegen. Auch das tut den Venen sehr gut. Selbiges trifft auf den Kontakt mit kaltem Wasser zu. Sollte der Patient aus Gründen des Alters oder einer Krankheit nicht mehr dazu in der Lage sein, sich sportlich zu betätigen, empfiehlt sich eine individuelle Bewegungstherapie.
Eine weitere Möglichkeit, um die Krampfadern zu behandeln, stellen Medikamente dar. Viele sind sogar verschreibungsfrei erhältlich. Allerdings sollte man sich keinen falschen Illusionen hingegen: Die derzeit erhältlichen Medikamente können lediglich die Beschwerden lindern. Die Krampfandern an sich bekämpfen sie nicht. Venentonisierende Mittel haben eine aktivierende Wirkung auf die Vene. Die Spannkraft wird dadurch verstärkt. Die Alternative sind Ödem-Protekiva, die eine positive Auswirkung auf die Durchlässigkeit der Venenwände haben.
Im Falle besonders ausgeprägter Krampfadern bzw. einer Varikose ist meist eine Operation erforderlich. Dank der modernen Medizin gibt es eine Vielzahl an Methoden. Die klassische Variante ist das sogenannte Stripping. Eine Spezialsonde wird dabei durch die kranke Vene geführt. Daraufhin wird die Varize oben und unten durchtrennt und auf der Sonde fixiert. Beim Herausziehen nimmt die Sonde schliesslich die Vene unter der Haut mit. Je nach Krankheitsbild entscheidet der Operateur von Fall zu Fall, ob die Behandlung ambulant oder stationär erfolgt. Ob eine Vollnarkose, eine Teilnarkose oder nur eine örtliche Betäubung erforderlich ist, entscheidet der Arzt ebenfalls individuell.
Eine Alternative zu dieser weltweit sehr verbreiteten Operation ist unter anderem die endovenöse Lasertherapie. Auf chirurgische Schnitte lässt sich dabei verzichten. Daher wird diese Operation ambulant und unter einer örtlichen Betäubung durchgeführt. Unter einer Ultraschall-Kontrolle wird ein Katheter durch eine kleine Punktionsstelle in die Vene geführt, bis die behandelnde Stelle erreicht ist. Im nächsten Schritt wird durch diesen Katheter ein Venenlaser in die Vene geführt. Die Veneninnenwand lässt sich dadurch auf eine Temperatur von rund 70 Grad erwärmen. Die Folge ist, dass die Vene nach der Behandlung verklebt und dadurch der krankhafte Rückfluss des venösen Blutes vermieden wird.
Weitere mögliche Operationen sind unter anderem die endovenöse Radiofrequenztherapie, die Sklerotherapie und die bisher wenig verbreitete CHIVA-Methode. Ein Facharzt entscheidet von Fall zu Fall, welche dieser Operationen durchzuführen ist.