Narbenkorrektur - Korrektur und Behandlung von Narben

Narbenkorrektur
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Ob nun aufgrund einer Operation, eines Unfalls oder einer Verbrennung - Narben können unterschiedliche Ursachen haben. Der Körper versucht zwar, mit einer Wundheilung den alten Zustand wieder herzustellen. Bei Verletzungen der Oberhaut funktioniert das auch sehr gut. Handelt es sich allerdings um eine tiefe Wunde, wird das Ersatzgewebe für immer als Narbe sichtbar sein. Eine kleine und unauffällige Narbe mag nicht weiter störend sein. Sollte diese allerdings gross sein und sich im sichtbaren Bereich befinden, zum Beispiel im Gesicht, wird sie als ein optischer Makel empfunden. Glücklicherweise lässt sich dieses Problem meist mit einer Narbenkorrektur beheben.
Je nach Beschaffenheit und Farbe der Narbe können unterschiedliche Verfahren angewandt werden. Die meisten Ärzte empfehlen, eine Korrektur frühestens 12 Monate nach der Narbenentstehung durchführen zu lassen. Innerhalb dieses Zeitraums könnte sich die Farbe und Beschaffenheit noch verändern. Es ist also gut möglich, dass eine Narbenkorrektur letztendlich gar nicht mehr als notwendig betrachtet wird.
Die unkomplizierteste Form der Nabenkorrektur ist eine Dermabrasion. Bei diesem nicht-operativem Eingriff werden die oberen Hautschichten mit einem Peeling oder Schleifgerät entfernt. Diese Glättung der Hautoberfläche lässt die Narbe zwar nicht komplett verschwinden. Kleinere und oberflächliche Narben werden allerdings weniger sichtbar sein.
Bei grösseren Narben wird meist das Z-Plastik Verfahren angewandt. Bei dieser plastisch-chirurgischen Methode wird die Narbe in die natürlichen Spannungslinien der Haut eingepasst. Nach dem Herausschneiden der Narbe werden dreieckige Hautlappen in einem Winkel von rund 45 Grad zum Narbenverlauf angelegt. So entsteht eine Narbenlinie in Z-Form. Die Narben verschwinden durch dieses Verfahren nicht komplett, sind aber kaum noch auffällig. Der Eingriff wird im Regelfall unter einer örtlichen Betäubung und ambulant durchgeführt.
Soll eine grössere Narbe komplett verschwinden, ist eine Hauttransplantation oder eine Hautlappenplastik meist erforderlich. Bei Ersterem wird dem Patienten an einer passenden Körperpartie Haut entnommen und an die Stelle der Narbe verpflanzt. Bei einer Hautlappenplastik, die meist zu einem besseren Ergebnis führt, wird darüber hinaus das darunter liegende Gewebe mitverpflanzt.
Die Risiken bei einer Narbenkorrektur gelten als gering. Schwellungen und Blutergüsse sind die typischen Nebenwirkungen. Mögliche Komplikationen können unter anderem Nachblutungen und Wundheilstörungen sein. Bei einer Hauttransplantation oder einer Hautlappenplastik besteht zudem die Gefahr, dass das Transplantat vom Gewebe nicht angenommen wird.
Eine Narbenkorrektur gilt als ein kosmetischer Eingriff und wird im Regelfall nicht von der Krankenversicherung finanziert. Die Kosten, die je nach Verfahren und Arzt einen vierstelligen Betrag verschlingen können, trägt der Patient also selber.