Ohrenkorrektur, Ohrenoperation

Ohrenkorrektur
© Photographer: Fotosmile | Agency: Dreamstime.com
Die Ohren sind für den Menschen ein sehr wichtiges Organ. Er kann damit die akustischen Reize der Umwelt aufzunehmen und sie bilden die Basis, um mit anderen Menschen problemlos kommunizieren zu können. In der Regel sind die Ohren gleichmässig geformt und liegen naturgemäss am Kopf des Menschen an. Leider meint es die Natur aber nicht mit allen Menschen gleich gut. Es gibt viele Leute, deren Ohren von Geburt an abstehen, wo die Proportionen nicht stimmen (zu gross, zu klein) oder die Ohrläppchen sind überdurchschnittlich dimensioniert. Hinzu kommen noch asymmetrische Ohren und Varianten, die durch Unfälle verursacht wurden. Grund für abstehende Ohren ist häufig eine angeborene Verformung der Ohrknorpel. Die Betroffenen sind als Kind häufig dem Spott der anderen Kinder ausgesetzt und auch im Erwachsenalter erzeugen solche Ohren bei vielen Menschen Komplexe. In diesen Fällen bietet sich eine Ohrenkorrektur an, mit welcher ein schöneres Aussehen erreicht werden kann. Grundsätzlich kann die Ohrkorrektur unabhängig vom Alter vorgenommen werden. Um Hänseleien in der Schule zu vermeiden ist es allerdings sinnvoll, den Eingriff vor Schulbeginn vorzunehmen.
Der Ablauf einer Otoplastik (Ohrenkorrektur) ist von Arzt zu Arzt verschieden und kann sowohl ambulant, als auch stationär durchgeführt werden. Meist werden die Korrekturen unter örtlicher Betäubung ausgeführt. Bei Bedarf (z.B. bei Kindern) kann aber auch eine Vollnarkose sinnvoll sein. Dieser chirurgische Eingriff sollte von einem speziell dafür ausgebildeten Arzt durchgeführt werden.
Eine durchschnittliche Ohrenkorrektur dauert in der Regel so ungefähr eine Stunde. Dabei werden hinter dem Ohr Schnitte getätigt, und dann die Knorpel des Ohres ausgerichtet. Hierzu stehen drei verschiedene Verfahren zur Verfügung. Ist das Ergebnis erreicht, wird durch eine kleine Naht, die nach ein paar Monaten fast nicht mehr sichtbar ist, die Operation beendet. Müssen Teile des Ohrläppchens oder der Ohrmuschel entfernt oder aufgebaut werden, kann die Ohren-Operation auch länger dauern.
Auch wenn der ausführende Schönheitschirurg sehr sorgfältig arbeitet, können leider trotzdem Komplikationen auftreten. Diese sind hauptsächlich Nachbluten der frischen Wunde, Blutergüsse und in seltenen Fällen auch ein nachhaltiges Taubheitsgefühl. Hinzu können Schmerzen und Schwellungen kommen. Alle diese Komplikationen sollten aber nach ein paar Tagen abklingen, zumindest bis der Kopfverband vom Arzt abgenommen werden kann. Die Narbenheilung benötigt normalerweise eine gewisse Zeit, daher sollte der Patient hierfür etwas Geduld aufbringen.
Der ausführende Arzt bespricht mit dem Patienten genau was er als Nachsorge zu tun hat. So ist es wichtig, dass nach der Operation eine Zeit der Ruhe und Heilung eingeplant wird, diese sollte mindestens eine Woche dauern. Das Tragen eines Kopfverbandes nimmt in der Regel mindestens drei Wochen in Anspruch, nach dieser Zeit kann zum Beispiel noch einige Zeit während der Nacht ein Stirnverband getragen werden. Ferner weisen die Mediziner darauf hin, dass jede Belastung des operierten Ohres zu vermeiden ist. Dies ist vor allem für Menschen wichtig, die schwere Ohrringe oder Brillen tragen, denn in der Zeit der Heilung sollte darauf verzichtet werden.
Die moderne Technik auf dem Gebiet der Medizin und auch die mittlerweile sehr weitreichenden Erfahrungen der Ärzte haben es dazu gebracht, dass nahezu alle Ohrenkorrekturen erfolgreich abgeschlossen werden können und somit nehmen immer mehr Menschen diese Möglichkeit einer Ohrenoperation wahr.
Während bei Kindern die Kosten für eine Ohrenkorrektur meist von den Krankenkassen übernommen werden, müssen die erwachsenen Menschen solche Eingriffe in der Regel selbst bezahlen und können nur in seltenen Fällen auf finanzielle Zuschüsse von den Krankenversicherungen zählen.