Postraffung - Straffung des Po

Postraffung
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Ob nun Mann oder Frau - Der Po ist ein echter Blickfang. Wer ein knackiges Hinterteil hat, gilt als erotisch und sexy. Dementsprechend bemüht sind Millionen von Menschen, ihren Po in Bestform zu bringen. Passende Übungen gibt es mehr als genug. Kniebeugen oder Ausfallschritte mit einer Langhantelstange auf den Schultern bringen den Allerwertesten in die gewünschte Form. Hollywoodstar Jean-Claude Van Damme gab ausserdem den Ratschlag, man solle die Muskeln im Hintern 20mal täglich jeweils 15 Sekunden mit aller Kraft anspannen. “Du kannst dann zwar nicht mehr gehen, aber du wirst aussehen wie Van Damme”, versprach der Action-Schauspieler. Massnahmen, um den Hintern knackig werden zu lassen, gibt es also mehr als genug. Das Problem ist nur: Nicht immer führen die Übungen zum Erfolg. Wer stark übergewichtig war und massiv an Gewicht verloren hat, leidet oftmals darunter, dass die Haut am Hintern schlaff herunterhängt. Eine Gewebealterung kann selbiges bewirken. Es ist praktisch mehr Haut vorhanden, als gebraucht wird. Und die lässt sich leider nicht wegtrainieren. Selbst teure Cremes und Pflegeprodukte können das Problem meist nicht beheben. Die einzige Lösung ist oftmals ein operativer Eingriff: Eine sogenannte Postraffung.
Eine Postraffung gestaltet sich ähnlich wie eine Oberschenkelstraffung oder eine Oberarmstraffung. Es handelt sich um einen ein- bis dreistündigen Eingriff, der unter Vollnarkose durchgeführt wird und bei dem der Operateur die überflüssige Haut entfernt. Der Patient muss sich dafür bis zu vier Tage in der Klinik aufhalten. Bevor der Eingriff vorgenommen wird, vermisst und markiert der Operateur die zu entfernenden Bereiche. Dann folgt der eigentliche Eingriff: Die überflüssigen Hautbereiche werden entfernt, und bei dem abschliessenden Vernähen der Wundränder wird die noch vorhandene Haut gestrafft. Aufgrund der nötigen Schnitte lassen sich Narben nicht vermeiden. In der Regel werden die Schnitte aber so gesetzt, dass sie kaum sichtbar sind. Darüber hinaus wäre es später mit einem ambulanten Eingriff unter örtlicher Betäubung möglich, die Narbe unauffälliger zu gestalten. Nach Abschluss der Postraffung wird eine Saugdrainage eingeleitet, um die Blutungen abzuleiten. Die Schmerzen und Schwellungen werden zudem mit Hilfe eines Kompressionsverbandes gemindert. Leider lässt sich nicht voraussagen, wie lange man sich daraufhin an seinem straffen Po erfreuen kann. Der Alterungsprozess lässt sich schliesslich nicht aufhalten. Je nach Veranlagung und je nach Lebensweise kann der Hintern wieder erschlaffen. Wer die Behandlungskosten von rund CHF 3'000 erneut aufbringen kann, hat aber immerhin die Möglichkeit, sich wiederholt einer Postraffung zu unterziehen.
Bevor man sich allerdings unters Messer legt, sollte man die Risiken bedenken. Eine Postraffung gilt zwar als ein unkomplizierter und verhältnismässig ungefährlicher Eingriff. Komplikationen lassen sich trotzdem nie ganz ausschliessen. Aufgrund der grossen Wundfläche sind bakterielle Entzündungen möglich. Eine Embolie oder Thrombose könnte (zumindest rein theoretisch) ebenfalls auftreten. Nicht ganz so tragisch, aber dennoch ein wenig unangenehm, ist das verminderte Hautgefühl im Bereich der operierten Hautpartien. Nach einigen Tagen geht das zwar meist zurück. Es gab allerdings seltene Fälle, bei denen die verringerte Gefühlsempfindung dauerhaft war. Ansonsten gehören Blutergüsse und Schwellungen zu den üblichen Begleiterscheinungen der Operation. Auch diese gehen aber schnell zurück, sodass sich letztendlich von einem relativ ungefährlichem Eingriff sprechen lässt.