Zahn-Bleaching - weisse Zähne

Zahn-Bleaching
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Weisse Zähne sind ein Symbol für Schönheit. Ob ein Lächeln als hübsch empfunden wird, hängt massgeblich von den Zähnen ab. Sollten diese verfärbt und ungepflegt sein, wird der Menschen schnell als unattraktiv und ungepflegt eingestuft. Umso trauriger ist, dass viele Männer und Frauen von unschönen Verfärbungen betroffen sind. Nikotin, Koffein, Tannin, Spurenelemente und vereinzelte Medikamente verleihen den Zähnen eine gelbliche Farbe. Manche Menschen entwickeln dadurch Komplexe und trauen sich nicht mehr zu lächeln oder zu lachen, weil sie ihre Zähne nicht zeigen möchten. Umso wichtiger ist es, diesen Makel zu beheben. Zähneputzen alleine genügt allerdings oft nicht. Sollten sich die bereits genannten Inhaltsstoffe im Kristallgefüge des Zahnschmelzes festgesetzt haben, hilft oftmals nur noch ein Zahn-Bleaching.
Beim Zahnbleaching wird zwischen unterschiedlichen Methoden unterschieden. Mit einem Office-Bleaching ist die Aufhellung in einer zahnärztlichen Praxis gemeint. Beim Home-Bleaching geht es um die selbst daheim durchgeführte Zahnaufhellung. Wer sich für Letzteres entscheidet, findet in den Drogerie-Märkten die passenden Bleaching-Produkte. Diese kosten zwischen CHF 20 und 60 und enthalten das Bleichmittel Wasserstoffperoxid. Die Wirkung kann von Produkt zu Produkt sehr unterschiedlich sein. Bevor man also viel Geld ausgibt, sollte man sich informieren, wie die Produkte bei Warentests abgeschnitten haben. Mit den Gels, die ein Zahnarzt verwendet, sind die Produkte allerdings nicht vergleichbar. Die Dosierung des Wasserstoffperoxid ist deutlich geringer. Daher ist ein Home-Bleaching niemals so effektiv wie ein Office-Bleaching.
Das Bleaching beim Zahnarzt kann zwischen CHF 300.00 und 1'000.00 kosten und dauert rund eine Stunde. Wer nur einzelne Zähne bleachen lassen möchte, zahlt je Zahn durchschnittlich 50 Euro. Die Grundvoraussetzung, um ein effektives Zahn Bleaching durchzuführen, sind gut gereinigte Zähne. Der Zahnarzt trägt ein Aufhellungsmittel auf die Zähne auf und aktiviert es mit einem Soft- oder Licht-Laser. Die Folge ist, dass das Peroxid und der entstehende aktive Sauerstoff seine bleichende Wirkung entfalten. Eine Sitzung reicht im Regelfall aus, um die Zähne weiss zu bekommen. Für die Nachbehandlung ist der Patient selbst verantwortlich. Der Zahnarzt gibt dem Patienten dafür eine Schiene und ein Bleichmittel mit. Für eine Dauer von zwei bis drei Wochen ist die mit Bleichgel gefüllte Schiene einmal täglich zu tragen.
Ein gewöhnliches Zahn-Bleaching reicht nicht bei jedem Menschen aus, um die Zähne komplett aufzuhellen. Bei abgestorbenen Zähnen oder bereits vorhandenen Füllungen ist meist eine Sonderbehandlung erforderlich. Füllungen, die an die damalige Zahnfarbe angepasst wurden, lassen sich beim Zahn-Bleaching leider nicht aufhellen. Zumindest im sichtbaren Frontbereich sollte die Zahnfüllung ausgewechselt werden. Bei einem abgestorbenen Zahn, bei dem eine Wurzelkanalbehandlung stattgefunden hat, liegt meist eine gräuliche Verfärbung vor, die sich mit einem gewöhnlichen Zahn-Bleaching ebenfalls nicht behandeln lässt. Der Zahnarzt muss den betroffenen Zahn öffnen und ein Wattebausch mit Wasserstoffperoxid-Lösung für eine Dauer von bis zu fünf Tagen im Zahn anbringen. Für diese Massnahme entstehen meist zwar zusätzliche Kosten. Sollte der abgestorbene Zahn sich im Sichtbereit befinden, ist das Geld aber gut angelegt.
Ein Zahn-Bleaching bringt leider auch Risiken und Nebenwirkungen mit sich. Eine Studie der Ohio State University hat ergeben, dass Bleaching-Produkte den Zahnschmelz beschädigen können. Bei Karies besteht zudem die Gefahr, dass der Zahnnerv geschädigt wird. Darüber hinaus ist nach der Behandlung mit Zahnfleischreizungen und einer besonders hohen Empfindlichkeit der Zähne zu rechnen. Sobald das Bleichmittel abgesetzt wurde, gibt sich das allerdings wieder. Grundsätzlich gilt, dass die Zahnaufhellung nicht allzu lange bestehen bleibt. Nach zwei Jahren geht die Wirkung meist verloren. Ein erneutes Zahn-Bleaching wäre in diesem Fall denkbar.